Kategorie-Archiv: Das Buch

Hintergründe DAS BUCH

Warum das Buch?
Will ich mit jemandem abrechnen, will ich Rache?
Warum schreibe ich?

Als Kind hatte ich schon immer diesen Drang alles nieder- und aufzuschreiben. Ich führte ab meinem 11 Lebensjahr Tagebuch. Ich merkte, dass das Schreiben mich befreit, dass es mir das eine oder andere unschöne Gefühl nimmt. Vor allem lernte ich über die Jahre, dass ich durch das Aufschreiben meiner Gedanken, meiner Ängste, meiner Traurigkeit und meiner Einsamkeit, Ballast loswerden konnte. Ich schreib´ es mir sozusagen von der Seele. Es befreit mich von schlechten Energien, von dem Hass und dem Ärger. Von dem Leid des  Kindes in mir, von den Fragen ohne  Antworten und von der nie erfüllten Liebe. Wie bei vielen Sängern, ist bei mir die Traurigkeit meine Muse. Je schlechter es mir ging, desto mehr konnte ich schreiben, besonders nachts wenn ich nicht schlafen konnte, bekifft, in Trance, weinend, verletzt und missbraucht. Auch von der Vergangenheit die in mir wühlte und brennte, über die Schmerzen tief in meiner Seele. Was meine Augen sehen mussten, was ich zugelassen hatte und mir selber angetan habe.

Schreiben hat mich befreit!

Niemand hat es je für nötig befunden, sich mit mir an einen Tisch zu setzen und mir zu erklären, warum man mir als Kind so wehgetan hatte. Warum ich für immer enstellt bin und Albträume habe! Es wurde immer alles nur unter denTisch gekehrt  und geschwiegen. ES REICHT! Es ist mein Leben und ich habe ein RECHT  zu wissen, wann, wie, wo und warum?!

Natürlich begreifen sie, meine Familie nicht, warum ich jetzt damit komme, nach so vielen Jahren?!

Ich habe 18 Jahre meines Lebens im Rausch verbracht um mich diesem schrecklichen Ereignis nicht zu stellen. Niemand stellte sich den Fragen und niemand fühlte und fühlt sich verantwortlich. ICH wusste, dass ICH nach der Wahrheit suchen und forschen muss!

In dem Alter indem ich jetzt bin, sollte ich es eigentlich schon lange hinter mir haben! Ich setze  mich mit vollem Verstand eines erwachsenen, intelligenten Menschen damit auseinander und das macht es zu etwas Besonderem. Es macht es nicht einfacher, doch ich glaube, dass ich  heute anders damit umgehen kann. Dass ich es auch langsam verarbeiten und den Schmerz zulassen kann, ohne daran zu zerbrechen. Ich habe lange gebraucht um mein Leben anzunehmen, um mich zu lieben und an mich zu glauben.
Wenn man Kindern das Urvertrauen zu seinen Eltern beraubt, entstehen Fragen:
„Wer bin ich? Zu wem gehöre ich? Bin ich es wert zu leben? Warum liebt mich keiner? Bin ich gewollt? Darf ich leben? Warum ich?“
Und keine Antworten darauf!

Dann Verurteilungen:
„Ich bin ein Nichts, ich bin nur Dreck, deswegen hat man mir das angetan. Ich war Mittel zum Zweck. Ich sollte nicht mehr hier sein, ich habe es nicht verdient. Ich muss verrecken, erst dann haben sie ihre Ruhe.“
Niemand hat es gemerkt!

Ich stand alleine da! Ich musste alles mit mir alleine ausmachen…

Ich war ein Baby…..

SCHATTEN DER KINDHEIT- Demnächst….

Schatten der Kindheit
Schatten der Kindheit

 

 

 

Schande

 

Claudia Berger
Claudia Berger

„Ein Kind zu missbrauchen ist das Schändlichste auf der Welt.
Der, der es erlebt, ein Leben lang quält.
Der, der es tat, sich vielleicht schämt?
Doch wer trägt den Schmerz bei Tag und bei Nacht?
Ein Kind missbrauchen tut so unendlich weh,
es ist betäubend wenn ich dich jeden Tag seh.
Du allein in deinem Schmerz, traurige Augen gebrochenes Herz.
Ein Kind zu missbrauchen, ist Schuld für immer.
Auch wenn verdrängt und geschwiegen,
der Täter, er kann sich niemals in Sicherheit wiegen.
Die Unendlichkeit in der bleibenden Narbe, zeigt jedem das hässliche Gesicht.
Für immer entstellt, das Kind wollte es nicht.
Heute vertrieben, verspottet und verhöhnt,
den Namen beschmutzt in den Dreck man es zieht.
Doch wer trägt den Schmerz bei Tag und bei Nacht?
Wer fällt tief und mit Tränen wird wach?
Wer ein Kind missbraucht für Zweck und Macht,
hat vergessen, dass das Schicksal über ihn wacht.“
( Claudia Berger )

Leider gibt es immer wieder Menschen, die bei Missbrauch ( egal welcher Form, ob körperlich oder seelisch ) wegschauen.
Weil der Täter ein Familienmitglied ist oder ein Freund?
Warum?
Um ihn zu schützen, weil sie sich schämen und einfach nicht darüber reden wollen?
Weil sie es nicht wahrhaben können, dass genau er es ist, den man so lange kennt, zu solch einer Tat fähig ist?
Oder weil sie vielleicht an dessen Unschuld glauben?

Was ist wenn das Schrecklichste, das abgrundtief Böse aber belegt ist?
Was, wenn ein Kind schreit und weint?  Wenn es Narben hat, am Körper in seiner Seele?
Was ist, wenn er die Tat gesteht und verurteilt wurde?
Warum stehen sie immer noch hinter diesem Menschen?
Warum machen sie das Opfer schlecht und verbreiten Lügen?
Warum reicht man dem Täter, Kaffe und Kuchen?
Warum heiraten Frauen/Mütter diese Täter?

Faszination?
Macht?
Keine Empathie für Soziale Gerechtigkeit?
Sind die Mitwisser genauso “ krank“?

Immer dieses Wegsehen und den Mund halten, es kotzt mich an!!!
Wo sind da die großen Sprüche und die Moralapostel?
Wo verdammt nochmal sind eure Eier?

Ich habe schon früh angefangen den Finger in die Wunde zu legen und nicht wegzusehen, deshalb auch der Name Sheriff!
Ja und als Kind hat man auch zu mir gesagt:“Das geht uns nix an!“
Entschuldigung, wann geht uns denn was an?
Darf ich nicht sagen es reicht, wenn jemand einen Menschen beleidigt oder verletzt?
Darf ich nicht einschreiten, wenn man körperliche Gewalt benutzt um andere zu unterdrücken und sie mundtot zumachen?

Wollen wir immer wegsehen?
Könnt ihr euch erinnern zu welchen grausamen Taten es in der Vergangenheit geführt hat?

Ihr macht den Fernseher an und seht das Elend und die Kriege auf der Welt, doch ihr versteckt euch und sagt:“ Das geht mich nix an, ich bin ja nicht betroffen.“

Wann seid ihr denn betroffen?

Jahrelang musste auch ich schweigen und durfte keine Fragen stellen. Man hat mir verboten darüber zusprechen.

Und was ist passiert?

Ich wollte mich zerstören mit aller Gewalt!
Niemand hat zu mir gesagt: “ Entschuldige, es tut mir/ uns leid.“

Ich sage euch:
WER WEGSIEHT, IST MITSCHULDIG!

Ich für meinen Teil, halte nicht mehr meinen Mund!

( Claudia Berger )

 

Das Buch- Auszüge

 

Stunde der Wahrheit

Öffentlicher Auszug aus meinem Buch Teil 1 

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Gefühle? 

Es gibt soviel verschiedene, jeder deutet sie auf seine Art und Weise. Emotionen fühlen wir nicht gleich, jeder für sich einzigartig.

Für mich sind zärtliche Gefühle, unvollkommen, ich kann sie nicht kontrollieren…

Mein Zwang, ich habe ihn, weil das was mir angetan wurde, ich nicht verhindern oder kontrollieren konnte!

Schwäche? Haben wir alle! Für mich, ein Verlust von Selbstbeherrschung!

Was ist das in mir? Ein Kampf gegen alle und mich selbst, mein Leben lang wird mich das begleiten….

Bild und Text Claudia Berger