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Der Vortrag

„Wie läuft sowas ab? Wie fühlst du dich danach? Bist du aufgeregt?“

Diese Fragen werden mir oft gestellt rund um das Thema Vortrag, hier nun die Antworten:

Im Voraus finden einige Plangespräche mit Schulleitung und Präventions-LehrerInn und Eltern statt. Ich freue mich jedes mal wie ein Kind wenn eine neue Schule hinzukommt. Für das Projekt Sheriff for KIDS ist es das Schönste, immer mehr Schulen im Team der modernen Prävention-Arbeit begrüßen zu dürfen.

Wichtig ist natürlich, dass wir gemeinsam die KIDS erreichen und aufklären können. Bei den Plangesprächen für einen Vortrag, finden wir heraus was die Bedürfnisse und die Wünsche des jeweiligen anderen sind. Dazu muss ich erwähnen, dass die LehrerInnen mit denen ich bis jetzt  zusammen arbeiten durfte, ein großes Lob für ihr Engagement verdienen. Ich bin dankbar für diese Menschen, denn sie zeigen, dass sie bereit sind für was Neues, für einen außergewöhnlichen Weg um den KIDS die beste Aufklärung im Berreich “ Suchtprävention“ zu bieten.

Für mich ist es eine große emotionale Arbeit, die mich sehr viel Energie kostet. Ich erzähle den KIDS aus meiner Vergangenheit. Ich berichte über meine tiefsten Gefühle, warum ich Drogen und Alkohol in mich reinschüttete. Ich beichte meine Fehler, die ich im Rausch erleben musste, begangen oder gesehen habe.

Ja genau diese Geschichten, die tief aus meinem Inneren kommen und leider echt sind, sind es, die während eines Vortrags die KIDS erreichen und aufwecken.

Sheriff for KIDS
Sheriff for KIDS

„Frau Berger, ich kann Ihnen doch egal sein!“ Höre ich das eine oder andere Mal bei meinen Vorträgen und sofort ergreift mich ein kleiner Schauer, denn genau das ist es, warum einige Drogen nehmen!“ Die KIDS fühlen sich nicht wertgeschätzt oder wahrgenommen.  Meine Antwort darauf lautet:“ Du/Ihr seid mir nicht egal, niemand von Euch ist mir egal! Genau aus diesem Grund stehe ich hier und erzähle von meinen Fehlern um Euch davor zu bewahren.“

Meine Entscheidung aus meiner Vergangenheit etwas Positives und eine Sinnhaftigkeit zu finden und zu sehen, war das Schönste und einzig Richtige, was ich mir heute antun konnte. Ich will, nein ich MUSS Sheriff for KIDS sein, denn das macht mich zu dem Menschen, der ich heute bin. Mein Projekt ist mein Baby! Es ist mir eine Herzensangelegenheit und erfüllt mein Leben.

“ Ich finde Sie so stark und ich hoffe Sie machen noch ganz lange weiter, um mehr Schülern Mut zu geben.“

“ Es hat mich total berührt und durch Sie weiß ich, dass meine Entscheidung zu meinen sog. Freunden Nein zu sagen, richtig war.“

“ Seit gestern, habe ich verstanden, was das Leben wirklich ist und was für ein Glück ich habe, Sie sind einfach Hammer.“

Diese Sätze und diese Wörter gehen direkt ins Herz und sind mein Lohn für meine Arbeit. Sie zeigen mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Wenn die KIDS nach dem Vortrag zu mir kommen und mich fragen:“ Frau Berger, darf ich Sie umarmen?“ Dann weiß ich, ich habe sie zum nachdenken gebracht, die wiederum zu einer Veränderung führen kann. Das ist Sheriff for KIDS.

Habe ich Euch hiermit genug Fragen beantwortet? Was interessiert Euch noch? Let´s do it…

Euer Sheriff

 

 

 

Schande

 

Claudia Berger
Claudia Berger

„Ein Kind zu missbrauchen ist das Schändlichste auf der Welt.
Der, der es erlebt, ein Leben lang quält.
Der, der es tat, sich vielleicht schämt?
Doch wer trägt den Schmerz bei Tag und bei Nacht?
Ein Kind missbrauchen tut so unendlich weh,
es ist betäubend wenn ich dich jeden Tag seh.
Du allein in deinem Schmerz, traurige Augen gebrochenes Herz.
Ein Kind zu missbrauchen, ist Schuld für immer.
Auch wenn verdrängt und geschwiegen,
der Täter, er kann sich niemals in Sicherheit wiegen.
Die Unendlichkeit in der bleibenden Narbe, zeigt jedem das hässliche Gesicht.
Für immer entstellt, das Kind wollte es nicht.
Heute vertrieben, verspottet und verhöhnt,
den Namen beschmutzt in den Dreck man es zieht.
Doch wer trägt den Schmerz bei Tag und bei Nacht?
Wer fällt tief und mit Tränen wird wach?
Wer ein Kind missbraucht für Zweck und Macht,
hat vergessen, dass das Schicksal über ihn wacht.“
( Claudia Berger )

Leider gibt es immer wieder Menschen, die bei Missbrauch ( egal welcher Form, ob körperlich oder seelisch ) wegschauen.
Weil der Täter ein Familienmitglied ist oder ein Freund?
Warum?
Um ihn zu schützen, weil sie sich schämen und einfach nicht darüber reden wollen?
Weil sie es nicht wahrhaben können, dass genau er es ist, den man so lange kennt, zu solch einer Tat fähig ist?
Oder weil sie vielleicht an dessen Unschuld glauben?

Was ist wenn das Schrecklichste, das abgrundtief Böse aber belegt ist?
Was, wenn ein Kind schreit und weint?  Wenn es Narben hat, am Körper in seiner Seele?
Was ist, wenn er die Tat gesteht und verurteilt wurde?
Warum stehen sie immer noch hinter diesem Menschen?
Warum machen sie das Opfer schlecht und verbreiten Lügen?
Warum reicht man dem Täter, Kaffe und Kuchen?
Warum heiraten Frauen/Mütter diese Täter?

Faszination?
Macht?
Keine Empathie für Soziale Gerechtigkeit?
Sind die Mitwisser genauso “ krank“?

Immer dieses Wegsehen und den Mund halten, es kotzt mich an!!!
Wo sind da die großen Sprüche und die Moralapostel?
Wo verdammt nochmal sind eure Eier?

Ich habe schon früh angefangen den Finger in die Wunde zu legen und nicht wegzusehen, deshalb auch der Name Sheriff!
Ja und als Kind hat man auch zu mir gesagt:“Das geht uns nix an!“
Entschuldigung, wann geht uns denn was an?
Darf ich nicht sagen es reicht, wenn jemand einen Menschen beleidigt oder verletzt?
Darf ich nicht einschreiten, wenn man körperliche Gewalt benutzt um andere zu unterdrücken und sie mundtot zumachen?

Wollen wir immer wegsehen?
Könnt ihr euch erinnern zu welchen grausamen Taten es in der Vergangenheit geführt hat?

Ihr macht den Fernseher an und seht das Elend und die Kriege auf der Welt, doch ihr versteckt euch und sagt:“ Das geht mich nix an, ich bin ja nicht betroffen.“

Wann seid ihr denn betroffen?

Jahrelang musste auch ich schweigen und durfte keine Fragen stellen. Man hat mir verboten darüber zusprechen.

Und was ist passiert?

Ich wollte mich zerstören mit aller Gewalt!
Niemand hat zu mir gesagt: “ Entschuldige, es tut mir/ uns leid.“

Ich sage euch:
WER WEGSIEHT, IST MITSCHULDIG!

Ich für meinen Teil, halte nicht mehr meinen Mund!

( Claudia Berger )

 

DROGEN-NEBENWIRKUNGEN & WIE KANN MAN DROGENKONSUM VERHINDERN?

DROGEN lösen unter anderem diese Nebenwirkungen aus oder verstärken vorhandene Defizite:

– PARANOID : „übertriebenes Misstrauen und  Verfolgungswahn“

– ÄNGSTE :  „werden verstärkt, Unsicherheit, Minderwertigkeit, Anspannung, Unzufriedenheit, übertriebene Besorgtheit, andauernte Sehnsucht nach Zuneigung und dem Akzeptiert werden.“  

– ÜBEREMPFINDLICHKEIT: „eingeschränkte Beziehungsfähigkeit, nicht Kritik fähig und Überempfindlichkeit bei Zurückweisungen.“ 

– PSYCHOSE : „schwere psychische Störung“

– WAHNVORSTELLUNGEN: „Psychose / Paranoid – Bedrohungen wahrnehmen die nicht real sind. Vermutung von einer Verschwörung durch z.B. Mitmenschen, Polizei etc.“ 

Es gibt weitaus mehr Nebenwirkungen, die sich am und im Körper bemerkbar machen, wenn man Drogen konsumiert. Heute war es mir wichtig, mal in den Geist und in die Seele zuschauen.

2015-10-08 17.45.19

WIE KANN MAN DEN DROGENKONSUM VERHINDERN?

Z.B.:  „ein Positives Selbstwertgefühl“ 

“ Die Gedanken eines Menschen und sein Verhalten, formen seine Augen und sein Gesicht.“  ( Abraham Lincoln )

Was möchte ich damit sagen?

Das Bild, das wir von uns selbst haben, ist das was wir ausstrahlen! Die Wertschätzung unseres ICH`S, entscheidet ob wir geliebt oder ungeliebt werden. Ob wir Harmonie erfahren oder nicht. Wenn man sich selbst ablehnt, dann zerstört das unser Selbstwertgefühl. Was  dazu führen kann, das wir kein Vertrauen in uns selbst haben und keines bei anderen aufbauen können.

( „Sich selbst zu hassen, ist der größte Schaden, den man seiner Seele antun kann!Es führt zur Einsamkeit, tiefer Traurigkeit, Eifersucht , Ängsten, Depressionen, Unsicherheit, Wut und Aggressionen. Und nicht selten zum Griff der Flasche- Alkohol oder Drogen!“)  

KIDS sollten sich ausprobieren und ihre Erfahrungen alleine machen dürfen. Erwachsene  sollten Talente und Hobbys ihrer Kinder  fördern. KIDS & Jugendliche  brauchen Raum um ihre Schwächen und Stärken kennen zu lernen.

Vor allem brauchen sie Eltern, die an sie glauben und sie lieben! Für sie da sind und Zeit haben! Ihnen zuhören und sie ernst nehmen! Sie brauchen Eltern – Vorbilder die ihnen Werkzeuge mit auf den Weg des Lebens geben:

 

1. Liebe und achte Dich selbst

2. Gebe Dich nie auf

3. Glaube an Dich und Deine Fähigkeiten

4. Respektiere die Gesellschaft und ihre Regeln

5. Deine Familie wird immer für Dich da sein

6. Du kannst alles werden und erreichen, wenn Du es willst

7. Man bekommt nichts geschenkt, man muss es sich erarbeiten und verdienen

8. Genieße Deine Freiheiten

9. Bleibe Dir treu

10. Lebe, Liebe und Lache

2015-10-08 17.44.50

Ein gesundes Selbstbewusstsein fördert die eigene Wertschätzung und das Vertrauen. Liebe und Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Sicherheit, wahrgenommen und gesehen werden ist Balsam für Körper und Geist.  Let´s do it..